Software: Programme für's Grafiktablett

Ein Zeichen- oder Malprogramm ist das Bindeglied zwischen Grafiktablett und PC. Mit einer entsprechenden Software können Sie alle Möglichkeiten künstlerisch-kreativen Schaffens ausloten. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Welches der angebotenen Programme ist das richtige? Der folgende Artikel stellt Ihnen nicht nur den Branchenprimus Photoshop vor, sondern zeigt lohnenswerte Alternativen auf.

Photoshop: Ein paar Worte zur Einführung

Adobe Photoshop ist ohne Zweifel das mächtigste aller Bildbearbeitungsprogramme. Im Lauf seines Bestehens hat es sich zum branchenüblichen Werkzeug durchgesetzt, das in jeder Agentur zu finden ist. Genau das ist der springende Punkt: Photoshop ist ein mit allen Wassern gewaschenes Profiwerkzeug, das gründlich erlernt sein will – und seinen Preis hat. Doch gerade, wenn Sie noch dabei sind, die ersten Schritte mit einem Grafiktablett zu unternehmen, darf es vielleicht auch eine Nummer kleiner sein. Ansonsten lesen Sie an anderer Stelle mehr darüber, wie Sie ihr Grafiktablett mit Photoshop nutzen.

Unterstützung der Drucksensitivität

Generell gilt, dass das Zeichen- oder Malprogramm Ihrer Wahl das verwendete Grafiktablett erkennen muss. Häufig geschieht das automatisch, sobald das Gerät am PC angeschlossen ist. Im Zweifelsfall müssen Sie diese Konfiguration noch zusätzlich im Programm vornehmen, etwa über den Menüpunkt „Einstellungen“ o. ä. Wichtig ist, dass die Software die Drucksensitivität Ihres mit dem Grafiktablett gekoppelten Stifts unterstützt. Erst dann können Sie den Zeichenstift bzw. den Pinsel schwingen.

Malprogramme

Bildbearbeitungen und Malprogramme basieren auf Pixeln, also Bildpunkten, die von Größe und Auflösung abhängig sind. Neben Photoshop unterstützen alle gängigen Anwendungen das Arbeiten mit dem Grafiktablett. Eine günstigere Alternative stellt die CorelDraw Graphics Suite dar. Hier erhält der User ein Gesamtpaket aus Foto- und Bildbearbeitung, Zeichenprogramm sowie zusätzlichen Anwendungen. Weitere Malprogramme sind:
  • Gimp (Open Source)
  • MyPaint (Open Source)
  • PaintTool SAI
  • Artweaver (als Free Version erhältlich)
  • ArtRage (als Demo Version erhältlich)
  • OpenCanvas (als Free Version erhältlich)

Zeichenprogramme

Zeichenprogramme basieren auf Vektoren: mathematischen Kurvenbeschreibungen, deren Qualität auch bei beliebiger Vergrößerung nicht leidet. Die sogenannten Vektorgrafiken eigenen sich für zweidimensionale Darstellungen, Strichzeichnungen, Schnitt- oder Risszeichnungen, Logos, Comics usw. Allerdings lassen sich auch Farbverläufe und Schatteneffekte durch Vektoren darstellen. Das Pendant zu Photoshop in diesem Bereich heißt Adobe Illustrator. Die erwähnte Graphics Suite von Corel wartet ebenfalls mit einem Zeichenprogramm auf: Corel Draw. Weitere Alternativen zu den Genannten:
  • Inkscape (Open Source)
  • AutoCad (als Demo Version erhältlich)
  • Canvas

Fazit

Es lohnt sich, mehrere Zeichen- und Malprogramme mit dem Grafiktablett auszuprobieren und sich dann auf seinen Favoriten „einzuschießen“. Da die meisten Anwendungen als Demo Versionen erhältlich sind, fallen für diese Versuchsphase keine Kosten an. Im Bereich Open Source zählen wohl zweifellos Gimp und Inkscape zu den Schwergewichten. Beide Programme rangieren quasi auf professionellem Niveau und stehen komplett kostenlos zur Verfügung.