Vorteile und Nachteile eines Grafiktabletts

Ein Grafiktablett bietet zahlreiche Vorteile, aber auch mögliche Schattenseiten wollen berücksichtigt sein.
Einige der gewichtigsten Argumente, die für und gegen ein Zeichentablett sprechen, seien daher im Folgenden aufgeführt.

Vorteile

Für Grafiker und PC-Anwender können nachstehende Vorteile von großem Nutzen sein.

Ergonomische Handhabung

Das Zeichnen am Computer gelingt praktisch nur mit einem Grafiktablett in zufriedenstellendem Maße. Denn anders als die Computermaus wird der Eingabestift wie ein gewöhnlicher Bleistift oder Pinsel zwischen den Fingern gehalten und über das Papier, bzw. über das Eingabefeld, geführt.
Angenehmer ist dies allemal, und für ambitionierte Mal- und Grafikarbeiten praktisch unverzichtbar. Komplexe Konturen und natürliche Zeichnungen gelingen nicht nur sehr viel besser, sondern werden mit dem Tablett überhaupt erst möglich.
Aber auch für andere Computerprogramme ist das Tablett einsetzbar, da es als barrierefreie Eingabehilfe dient. Damit können Sie fortan beispielsweise auch Ihren Browser steuern, oder sich im Betriebssystem bewegen.
Individuell belegbare Funktionstasten ergänzen vor diesem Hintergrund den Bedienkomfort zusätzlich.

Präzision und Genauigkeit

Anders als mit der Maus können Sie, nicht nur im Zeichenprogramm, sehr viel präziser und genauer navigieren. Denn kleinste Bewegungen werden nun nicht mehr über Ellenbogen und Hangelenk übertragen, sondern direkt von den empfindlichen Fingermuskeln an das Gerät übermittelt.
Obendrein verfügen moderne Grafiktabletts über eine enorm hohe Sensitivität, die den Druck, mit dem der Zeichenstift bewegt wird, unmittelbar in Pinselgröße und Deckkraft übersetzt. Sehr vorteilhaft für ein realistisches Malerlebnis.

Absolute Positionierung

Hat man sich erst einmal an die Steuerung gewöhnt, dann bietet das Grafiktablett weitere Vorteile. Eines davon ist die absolute Positionierung.
Von der Computermaus kennen wir folgendes Verhalten: Der Zeiger wird, egal wo die Maus ruht, durch Bewegung weiter über den Bildschirm "geschoben". Beim Tablett hingegen entspricht jeder Punkt absoluten Koordinaten auf dem Bildschirm.
Beispielsweise entspricht die linke obere Ecke des Gerätes auch der linken oberen Ecke des Bildschirm. Möchte man mit der Maus genau dorthin navigieren, dann genügt ein simpler "Klick" an die entsprechende Position auf dem Grafiktablett.

Bilder digitaliseren und abpausen

Die meisten Grafiktabletts irritiert es nicht, wenn sich ein Blatt Papier zwischen Eingabefläche und Stift befindet. Auf diese Weise bieten sich zahlreiche weitere Möglichkeiten: Skizzen, Zeichnungen und Bilder, die Sie auf Papier angefertigt haben, können Sie digitalisieren, indem Sie den Stift entlang der Konturen über das Bild bewegen. Auf diese Weise können Sie auch einzelne Werke, Symbole oder Figuren spielend leicht "abpausen".

Geeignet für Links- und Rechtshänder

Auch für Linkshänder eignet sich ein Grafiktablett. Und während die Benutzung der Maus für Linkshänder häufig gewöhnungsbedürftig ist, so dass zum Arbeiten gelegentlich die Tastenbelegung geändert werden muss, kann das Digitalisiertablett sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand absolut problemlos bedient werden.

Nachteile

Gewichtige Nachteile bietet ein Grafiktablett kaum, doch seien einige Aspekte erwähnt, die vor dem Kauf dennoch beachtet werden sollten.

Platzbedarf

Ein Grafiktablett braucht Platz. Insbesondere die größeren Geräte im Format A4 und A5 beanspruchen sehr viel Raum auf dem Schreibtisch. Hier gilt es die entsprechende Stellfläche zwischen Tastatur, Scanner, Drucker und Bildschirm zu berücksichtigen.
Zugleich sollte jedoch bei einem hochauflösenden Monitor kein kleinformatiges Zeichentablett verwendet werden. Denn exaktes Positionieren wird dabei ebenso eingeschränkt wie präzises Zeichnen, zumindest werden derartige Arbeiten bei einem kleinen Gerät rasch anstrengend und ermüdend sein.

Nicht für alle Anwendungen geeignet

Für vielfältige Anwendungsbereiche entpuppt sich das Gerät als große Hilfe und bietet enorme Vorteile.
Zum Nachteil jedoch wird es, wenn in einzelnen Programmen häufig zwischen Tastatur und Tablett gewechselt werden muss. Hier ist der ständige Griff zum Stift dann häufig umständlicher als die Nutzung einer PC-Maus.
Manche Software provoziert in Einzelfällen ein Fehlverhalten in Kombination mit dem Grafiktablett. Dies ist dann der Fall, wenn das Programm unmittelbar die Position des Cursors verändert und direkt in das Verhalten der Maus eingreifen. Einige Computerspiele seien an dieser Stelle genannt. Auch hier sollte man schließlich die Steuerung via Maus bevorzugen.